Orthopädische Schmerztherapie (IGeL)

Stoßwelle 325x325

Die Stoßwellentherapie ist eine Form des Ultraschalles. Als erstes wurde dieses System zur Nierensteinzertrümmerung eingesetzt. Medizinisch nutzen wir spezielle Geräte für zwei verschiedene Formen der Therapie:
1. Die fokussierte, auf den Punkt gerichtete Stoßwelle ist sowohl bezüglich der Eindringtiefe in das Gewebe als auch ihrer Intensität so steuerbar, dass sie schmerzhafte Verspannungen in der Muskulatur, Verkalkungen im Gewebe oder tief sitzende Entzündungen erreichen und damit therapieren und lindern kann.
2. Die radiale Stoßwelle breitet sich flächenhaft in der Haut und den darunterliegenden Geweben aus, dringt jedoch weniger tief ein. Sie ist daher besonders für eine Triggerpunktbehandlung zur Schmerztherapie geeignet. Ideale Indikationen für die Stoßwelle sind die Kalkschulter, der Tennisellenbogen, das Kniescheibenspitzensyndrom, die Sehnenentzündung am oberen Oberschenkel und an der Achillessehne sowie der Fersensporn. Inder Regel sind 5 Anwendungen notwendig.

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Die Lasertherapie ist eine Therapieform die mittels Rotlicht im sichtbaren bzw. infrarot (unsichtbarem) Lichtbereich arbeitet. Im Rahmen der Lasertherapie verwenden wir Systeme die besonders schonend sind. Der Laser versorgt das Gewebe mit zusätzlicher Energie und kann tief in das Gewebe eindringen. Er wirkt schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, regenerativ und entzündungshemmend.

Wir empfehlen die Lasertherapie bei Arthroseschmerzen, Muskelverletzungen, Bänderzerrungen, schmerzhaften Narben, zur Behandlung von schlecht heilenden Wunden und zur Triggerpunktbehandlung. Dabei kommen 5-10 Behandlungen zur Anwendung. Man unterscheidet die flächenhafte Behandlung von der Laserneedle-Technologie. Letztere erlaubt eine punktgenaue Bestrahlung während der gesamten Behandlungsdauer.

Bild Allgemeinmedizin Neuraltherapie 325x325

Wird die Belastungsfähigkeit des Knorpels überschritten, z.B. durch Verletzungen im Sport, Beruf, Alltag oder bei Übergewicht, reicht die vom Körper produzierte Hyaluronsäure nicht mehr aus, um den Knorpel zu ernähren und zu schützen. Bei fortgeschrittener Arthrose ist Bewegung häufig nur noch unter starken Schmerzen möglich, da der der angegriffene Knorpel und die kaum noch Gelenkflüssigkeit absondernde Gelenkinnenhaut keine ausreichende Puffer- Funktion mehr übernehmen. In der Folge kommt es zu einer Bewegungseinschränkung, die wiederum zu einer verminderten Produktion von Gelenkflüssigkeit, u.a. Hyaluronsäure, führt. Die zur Verwendung als Arznei künstlich gewonnene Hyaluronsäure kann hier durch direkte Injektion in hoher Konzentration in das betroffene Gelenk zu einer deutlichen anhaltenden Beschwerdeverbesserung führen. Sie soll bei Arthrose wie ein Schmiermittel wirken und dadurch das Gelenk flexibler und den Knorpel gleitfähiger machen. Dazu bildet sie einen hochelastischen Schmierfilm, der die Knorpelernährung gewährleistet und die Reibung zwischen den Gelenkpartnern minimiert.

Bild Allgemeinmedizin VitaminB 325x325

Für die Behandlung von Arthrose sowie von Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern stellt ACP eine wirkungsvolle Methode aus der Komplementärmedizin dar. Mit Hilfe von sog. Autologem Conditioniertem Plasma können Schmerzen bei Arthrose gelindert werden und die Heilung bei Verletzungen des Bewegungsapparates wird positiv unterstützt. Dazu wird eine geringe Menge Blut (15ml) entnommen und mittels Zentrifugation derjenige Teil des Blutes abgetrennt, welcher die regenerativen und Arthrose hemmenden Bestandteile enthält. Unter Nutzung eines Doppelkammersystems kann das aufbereitete Blut anschließend steril in die betroffenen Stellen injiziert werden. Hier werden v.a. bei Arthrose in größeren und auch kleineren Gelenken, chronischen Sehnenentzündungen (z.B. Tennis-Ellenbogen, Achillessehne) sowie Bänderrissen gute Ergebnisse durch die Anwendung von ACP erzielt. Die konzentrierten Wachstumsfaktoren wirken im Gelenk entzündungshemmend und fördern die Regeneration der noch vorhandenen Knorpelstrukturen sowie die Entwicklung neuer Zellmatrix. Reizzustände werden positiv beeinflusst bzw. die Abheilung akuter Schäden unterstützt.

Die Therapie mit ACP in unserer Praxis ist für das Jahr 2019 geplant. Voranmeldungen sind schon vorab möglich.

Bild Allgemeinmedizin Akupunktur 325x325

Die Akupunktur stammt aus der chinesischen Medizin, wird aber seit mehreren Jahrzehnten auch in westeuropäischen Ländern praktiziert. Die heilende Wirkung kommt u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen im Gehirn auslöst. Bei jeder Akupunkturbehandlung wird durch Reizung von Reflexzonen bzw. Akupunkturpunkten mittels überwiegend schmerzfreier Einstiche von sehr dünnen Nadeln in die Haut sowohl eine lokale als auch eine Wirkung auf den gesamten Organismus hervorgerufen. Durch den stattfindenden "energetischen Ausgleich" erfolgt zusätzlich zu der schmerzlindernden Wirkung eine Umstimmung im menschlichen Körper und es werden gestörte Funktionskreise des Organismus wieder in Einklang gebracht. Schmerzen bei Erkrankungen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates, z.B. Chronisches HWS-, BWS-, LWS-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom, Epicondylitis, Coxarthrose, , Gonarthrose können positiv beeinflusst und Ihre Beschwerden langfristig gelindert werden.

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Mit der Neuraltherapie können durch Injektion eines Lokalanästhetikums (z.B. Procain) in die Haut, Muskulatur oder an Nerven chronische Reizprozesse temporär durchbrochen werden. Störfelder (z.B. Nasennebenhöhlen, Zahn-Kiefer-Bereich, Narben, Gaumenmandeln), die an entfernten Stellen zu Schmerzen führen , können ebenfalls durch gezielte Injektion eines Lokalanästheticums unterbrochen werden.

Misteltherapie: Die vor allem in der Behandlung von Krebserkrankungen als ergänzendes pflanzliches Mittel verwendete Mistel eignet sich auch gut zur subcutanen Injektion mehrerer Hautquaddeln um das betroffene Gelenk. Die beabsichtigte lokale entzündliche Reaktion im Bereich der Quaddeln hat eine verbesserte Durchblutung der Gelenkkapsel sowie Anregung des Gelenkstoffwechsels zur Folge. Entzündung, Übersäuerung und Verschlackung arthrotischer Gelenke können gemindert werden.

Homöopathische Substanzen können durch fachgerechte Injektion im Bereich der Gelenke Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bewirken. Dabei wählen wir speziell aufeinander abgestimmte Präparate individuell aus, die gezielt in Akupunktur und Triggerpunkte im Bereich des betroffenen Gelenks subcutan gespritzt werden.

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Procain-Basen-Infusion: Die vielfachen Wirkungen des Neuraltherapeutikums Procain werden durch die Kombination mit der Base Natriumhydrogenkarbonat (NaBi) verstärkt und erweitert. Die Infusion bewirkt eine Schmerzreduktion, Verbesserung des Allgemeinbefindens und einen Säureabbau. Zusätzlich werden entzündungshemmende und ausgleichende (systemisch regulative) Effekte beobachtet. Die Durchblutung von chronisch schmerzhaftem oder entzündetem Gewebe wird gesteigert. Die Behandlung hat zugleich eine schmerzlindernde und entspannende Wirkung auf das Nervensystem. Über das Anheben der sogenannten Schmerzschwelle kann eine langanhaltende Symptomminderung erzielt werden.

Vitamin C-Infusion: Vitamin C ist ein Treibstoff für viele Stoffwechselprozesse und spielt eine wichtige Rolle bei allen entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Da Vitamin C nachweislich das oxidative Milieu des entzündeten Gewebes reduziert, kommt es zu einer Hemmung entzündlicher Prozesse. Schwellung, Erythem und Leukozyteninfiltration werden reduziert. Vitamin C-Infusionen erzielen im Gegensatz zu Tabletten hohe Plasmaspiegel . Mit einer einzigen Infusion erreichen Sie den 10fachen Plasmaspiegel dessen, was Sie über die Nahrung oder in Tablettenform aufnehmen können. Indikationen im orthopädischen Fachbereich sind v.a. Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sowie Arthritiden.